Die Rainmanderln sind die büßenden feurigen Seelen der Rainschinder, der Grenzverrücker, die nicht zur Ruhe kommen können, weil sie zu Lebzeiten beim Ackern vom Felde des Nachbars hin und wieder eine Furche weggepflügt und selbst Grenzsteine versetzt haben. Man sieht sie nachts auf Feldern und Wegen als Feuermassen oder Feuerfunken meist an jenen Orten herumhüpfen, wo sie im Leben den Nachbar mit dem Furchendiebstahl betrogen haben.
Ein Bauer ging einmal nachts in sein Heidedorf zurück und begegnete einem nach Erlösung schmachtenden feurigen Mann, der an einem Grenzstein, den er bei Lebzeiten zum Nachteile seines Anrainers um einige Furchen versetzt hatte, herumrüttelte und dabei jammerte: „Wo soll ich ihn hinsetzen ?“ – „Dort, woher du ihn geholt hast,“ antwortete der Bauer. Damit war die Seele des Grenzverrückers erlöst, denn der Geist konnte nun im Auftrage eines Lebenden den Grenzstein wieder an seine ursprüngliche Stelle versetzen.
Bei Rechnitz sah man beim Armenseelenläuten auf den Wiesen öfters feurige Männer tanzen, wahrscheinlich aus Freude über eine erhoffte baldige Erlösung. Stießen sie zusammen, so sprühten aus ihren feurigen Körpern Funken. In dieser Gegend soll man die Feuermänner sogar vom Kirchturm aus beobachtet haben.
Quelle: Sagen aus dem Burgenland, Herausgegeben von Anton Mailly, Adolf Pfarr und Ernst Löger, Wien und Leipzig 1931, Nr. 13, Seite 29
Sagen über versetzte Grenzsteine
handeln oft von Grenzfrevlern, die nach dem Tod keine Ruhe finden und als feurige Geister („Rainmanderln“, „Feuermänner“) dazu verdammt sind, den Stein wieder an seinen rechtmäßigen Platz zu rücken. Der Frevel, meist aus Gier begangen, wird im Volksglaube schwer bestraft, bis ein Lebender den Stein korrigiert.
Rainmanderln/Feuermänner: Grenzsteine verschiebende Bauern irren nachts als feurige Geister umher, oft mit dem Stein im Rücken oder jammernd „Wo soll ich ihn hinsetzen?“.Erlösung: Die Geister finden erst Ruhe, wenn ein Lebender den Grenzstein an die ursprüngliche Position zurücklegt.Strafe: Neben der Verdammnis als Geist müssen Grenzfrevler laut Sagen oft so viel Erde tragen, wie sie gestohlen haben, oder sie erstarren zur Strafe zu Stein (z.B. das Steinerne Weibl).Biblischer Bezug: Das Versetzen von Grenzsteinen gilt als Fluchwürdig (5. Mose 27,17).Rechtlicher Hintergrund: Das Versetzen von Grenzzeichen ist in Deutschland (§ 274 StGB) und Österreich (§ 230 StGB) strafbar und kann mit hohen Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden.
Diese Sagen dienten früher dazu, die Unverletzlichkeit des Eigentums zu sichern, da Grenzsteine oft die einzige Markierung darstellten.
Chaisen Hale ist ein innovatives, von dem US-Filmemacher Brian Gregory erschaffenes Multimedia-Projekt. Es kombiniert Musik, Film und Live-Konzerte, um Geschichten über das Menschsein, Koexistenz und künstliche Intelligenz zu erzählen. Das Projekt stellt einen 14-jährigen virtuellen Sänger/Chorsolisten dar, der Heilung durch Musik sucht. Chaisen Hale +4
Wichtige Details:
Künstler: Teilweise Musik/Maschine, konzipiert als ein „teilweise Junge, teilweise Musik, teilweise Maschine“-Charakter.
Debütalbum: Das Album „Boys Don’t Sing“ ist für den 13. November 2025 geplant.
Konzertreihe: Das Projekt bietet Live-Erlebnisse („Too Alive“), die Sänger, Bands und Chöre unterstützen.
Schöpfer: Brian Gregory. Chaisen Hale +4
Wenn Sie mehr über dieses Projekt wissen möchten, kann ich Ihnen folgende Informationen heraussuchen:
(* 1.Oktober 1942 in Crimmitschau in Sachsen) ist ein deutschamerikanischer Kulturanthropologe, Ethnobotaniker und Buchautor. In seinem Schaffen orientiert er sich an der Natur und beschäftigt sich mit Spiritualität, Mythologie und Brauchtum verschiedenster Kulturen. Dabei gilt sein besonderes Interesse den Wäldern und Pflanzen als Nahrungs- und Heilmittel.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.