Q A R T Ä R

Das Quartär ist das jüngste Zeitalter der Erdgeschichte, das vor ca. 2,6 Mio. Jahren begann und bis heute andauert. Es umfasst das Eiszeitalter (Pleistozän) und die Nacheiszeit (Holozän). Geprägt durch den Wechsel von Kalt- und Warmzeiten, ist es die Zeit der Entwicklung des modernen Menschen und der Ausbreitung der aktuellen Pflanzen- und Tierwelt. 

Wichtige Fakten zum Quartär:

  • Zeitraum: Begann vor etwa 2,588 bis 2,6 Millionen Jahren und dauert an.
  • Gliederung: Es unterteilt sich in das
  •  Pleistozän (Eiszeitalter, ca. 2,6 Mio. – 11.700 Jahre vor heute) und das 
  • Holozän (Nacheiszeit, 11.700 Jahre vor heute bis heute).
  • Klimaverhältnisse: Charakterisiert durch einen zyklischen Wechsel von Kaltzeiten (Glaziale) und Warmzeiten (Interglaziale), verursacht durch Änderungen der Erdbahnparameter (Milankovitch-Theorie).
  • Geologische Auswirkungen: Ausbreitung großer Eisschilde auf der Nordhalbkugel in Kaltzeiten, was zu massiven Meeresspiegelschwankungen führte.
  • Fauna und Flora: Während des Quartärs entwickelten sich viele moderne Pflanzen- und Tierarten. Am Übergang vom Pleistozän zum Holozän kam es zu einer großen Aussterbewelle der Megafauna.
  • Menschheit: Die Evolution des Menschen (Homo sapiens) ist eng mit diesem Zeitalter verknüpft. 

Das Quartär wird als die „Jetztzeit“ betrachtet und ist ein zentraler Untersuchungsgegenstand der Geologie und Paläoklimatologie. 

Das Holozän ist die aktuelle, seit etwa 11.700 Jahren andauernde geologische Epoche, die nach der letzten Kaltzeit (Würm/Weichsel) begann und die nacheiszeitliche Warmzeit darstellt. Als Teil des Quartärs ist es durch relativ stabile Klimabedingungen und die Entwicklung der menschlichen Hochkulturen gekennzeichnet. Es wird in drei Phasen unterteilt. 

Unterteilung des HOLOZÄNS (Epochenstufen):

Grönlandium (Frühholozän): 

Vor 11.700 bis 8.200 Jahren; gekennzeichnet durch Erwärmung und Wiederbewaldung.

Northgrippium (Mittelholozän): 

Vor 8.200 bis 4.200 Jahren; beinhaltet eine deutliche Abkühlung (8.2-ka-Ereignis).

Meghalayum (Spätholozän):

Vor 4.200 Jahren bis heute; geprägt durch stabilere, aber teils trockenere Bedingungen. 

Wichtige Fakten zum Holozän:

Klima: Es ist eine Warmzeit innerhalb des Eiszeitalters. Es gab leichte Schwankungen, wie die Misox-Schwankung (ca. 8000 Jahre v.h.) und

die Kleine Eiszeit (bis ca.1850).

Menschheit: Beginn der Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht, begünstigt durch das Klimaoptimum vor 8000–5000 Jahren.Diskussion: Aufgrund des starken menschlichen Einflusses wird oft diskutiert, das Holozän durch das Anthropozän (Zeitalter des Menschen) zu ersetzen. 


Europäische Vor- und Frühgeschichte – Wikipedia

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Die von Ihnen genannten Begriffe beschreiben Abschnitte der menschlichen Frühgeschichte, geordnet nach technologischer Entwicklung (Dreiperiodensystem: Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit) und klimatischen Bedingungen



Hier ist eine chronologische Übersicht von der ältesten zur jüngsten Epoche:

1. Eiszeit / Neandertalerzeit (Altsteinzeit/Paläolithikum)

Zeitraum: Die letzte Kaltzeit (Weichsel-Kaltzeit)

dauerte etwa von vor

110.000 bis vor 12.000 Jahren.

Charakteristika: Geprägt von extremem Klima, Mammuts und Gletschern.Der Neandertaler: War ein früher Mensch, der sich an das kalte Klima angepasst hatte. Er nutzte Feuer, stellte komplexe Steinwerkzeuge her und lebte als Jäger und Sammler.Ende: Mit dem Ende der Eiszeit (Beginn des Holozäns) verschwanden die Neandertaler, und der moderne Mensch (Homo sapiens) breitete sich aus. 

2. Bronzezeit (ca. 2200 – 800 v. Chr.) 

Zeitraum: Folgt auf die Jungsteinzeit und Kupferzeit.Charakteristika: Die Entdeckung, dass Kupfer und Zinn zu Bronze legiert werden können, revolutionierte die Werkzeug- und Waffenherstellung.Gesellschaft: Entstehung sozialer Hierarchien, Fernhandel (Bernstein, Zinn) und erste befestigte Siedlungen.Kulturen: Bekannt sind die Urnenfelderkultur (späte Bronzezeit). 

3. Hallstattzeit (Frühe Eisenzeit, ca. 800 – 450 v. Chr.) 

Zeitraum: Folgt auf die Bronzezeit.Charakteristika: Beginn der Eisenverarbeitung (stabiler als Bronze). Benannt nach dem Gräberfeld in Hallstatt (Österreich), das durch den Salzbergbau zu großem Reichtum kam.Gesellschaft: Ausgeprägte Oberschicht, Fürstensitze, Handel mit dem Mittelmeerraum (griechische Keramik, Schmuck).Kultur: Die Hallstattkultur gilt als Teil der frühen keltischen Kultur. 

Zusammenfassung der Entwicklung

Die Neandertaler lebten in einer extremen Eiszeit (Altsteinzeit) als Jäger. Jahrtausende später entwickelte der moderne Mensch während der Bronzezeit eine höhere Metalltechnologie. Die Hallstattzeit (Eisenzeit) markiert schließlich den Übergang zu komplexeren, sesshaften Gesellschaften mit hohem Handelsaufkommen. 


Auf die Hallstattzeit (ältere vorrömische Eisenzeit, ca. 800–450 v. Chr.) folgt in Mitteleuropa im Rahmen der Eisenzeit direkt die La-Tène-Zeit (jüngere vorrömische Eisenzeit, ca. 450 v. Chr. bis zum Beginn der römischen Kaiserzeit um Christi Geburt). 

Hier sind die Epochen im Überblick, die zeitlich auf die Hallstattkultur folgten:

La-Tène-Zeit (ca. 450–15 v. Chr.): 

Diese Epoche ist nach dem Fundort La Tène am Neuenburgersee in der Schweiz benannt und gilt als Blütezeit der Kelten.Merkmale: Aufkommen keltischer Oppida (stadtartige Siedlungen), fein gearbeitete Metallkunst (oft mit Spiralmustern), charakteristische Fibeln (Gewandnadeln) und eine stärkere Verbreitung über Europa hinweg.

Römische Kaiserzeit

(ab ca. 15 v. Chr./1. Jh. n. Chr.):

Mit der Ausdehnung des Römischen Reiches über die Alpen (und der Eroberung des keltischen Königreichs Noricum sowie Teilen Germaniens) endete in vielen Gebieten Mitteleuropas die eigenständige eisenzeitliche Entwicklung.

Völkerwanderungszeit (ca. 4.–6. Jh. n. Chr.): Nach dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft folgten germanische Völker (Alamannen, Franken, Westgoten) nach. 

Zusammenfassend: Die direkte Nachfolgeepoche der Hallstattzeit ist die La-Tène-Zeit. 


Veröffentlicht von RAYMONDi VAN RIDDER

AUTOR - FOTOGRAF - DESIGNER - ILLUSTRATOR 🇦🇹

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