Brauchtum an KarsamstagTraditionell ist der Karsamstag ein stiller Tag. Die Kirchenglocken schweigen, es finden keine Gottesdienste statt, in der Regel werden keine Sakramente gespendet und der Altar ist völlig schmucklos. Am Vormittag werden in den Kathedralkirchen sogenannte Karmetten gefeiert.
Das Osterfeuer, ein alter Brauch, kombiniert heidnische und christliche Traditionen. In der Vergangenheit wurde es als symbolischer Akt zur Vertreibung des Winters und Begrüßung des Frühlings gesehen. Heute steht das Osterfeuer besonders für die Auferstehung Christi und das Licht, das mit ihm in die Welt gekommen ist.
Erläuterung der Bedeutung:
Heidnische Wurzeln:
Das Osterfeuer hat seinen Ursprung in germanischen Frühlingsfeuern, die zur Tag- und Nachtgleiche entfacht wurden, um den Winter zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen.
Symbol für die Sonne:
Das Feuer wurde und wird als Symbol für die Sonne gesehen, die die Erde erhellt und die Natur wieder zum Leben erweckt.
Christliche Bedeutung:
Mit der Christianisierung wurde das Osterfeuer mit der Auferstehung Christi verbunden. Das Licht des Feuers symbolisiert das Licht, das Jesus in die Welt gebracht hat.
Tradition und Gemeinschaft:
Osterfeuer sind eine Gelegenheit, die Tradition zu pflegen und gemeinsam zu feiern. Es dient auch als Auftakt für das Osterfest.
Weitere Symbolik:
Das Osterfeuer kann auch mit dem Reinigen und Verbrennen des Alten und dem Begrüßen des Neuen in der Natur in Verbindung gebracht werden.
War JOSEPH der Ziehvater JESUS bei dessen Kreuzigung anwesend
💀
Nein, Josef war nicht bei der Kreuzigung von Jesus anwesend. Christliche Traditionen besagen, dass Josef vor Jesus Kreuzigung verstorben ist. Er wird oft als „Ziehvater“ oder „Nährvater“ bezeichnet, da er die Rolle des Erziehers von Jesus spielte, obwohl er nicht der biologische Vater war. 🔕 Joseph war 15 Jahre älter als Maria und selbst sie war bei der Kreuzigung Jesu 48. Er ist schon vor Beginn des öffentlichen Lebens Jesu gestorben. Jesus selbst bezeichnete ihn als Gerechten. Gott hatte ihn aus diesem Grund zum Ziehvater seines Sohnes auf Erden erwählt. 🔕
Joseph war Teil des verborgenen Lebens Jesu. Im Neuen Testament wird vielmehr über das öffentliche Leben Jesu gesprochen, da das verborgene nicht bekannt (kaum bekannt) war, zumal die Evangelisten Jesus in dieser Zeit noch nicht kannten. Was wir wissen, hat Jesus selbst erzählt, oder die Hirten, die nach der Geburt zu Jesus kamen.
Es gibt Wanderungen, die ich immer wieder einmal mache und von denen ich trotzdem nicht genug bekomme oder mich ‚absehe’ bzw. ‚abgehe’. An einem Sonntagnachmittag zum Auslüften und Energie tanken für die neue Woche, zum Nachdenken, oder ganz einfach zum Genießen der Natur hier im SalzburgerLand. Eine dieser Wanderungen führt hinauf auf den Falkenstein am wunderschönen Wolfgangsee. Das Tolle für mich an dieser Halbtagestour ist, dass man hier auf historischem Boden marschiert. Schon im Mittelalter pilgerten die Menschen auf den Falkenstein, besuchten die Einsiedelei des Heiligen Wolfgang und nahmen ein Fläschchen des wundersamen Wassers der Heilquelle in unmittelbarer Nähe zur Kirche mit nach Hause.
Los geht’s für mich heute am Parkplatz beim Gasthof Fürberg direkt am See. Obwohl es noch nicht einmal neun Uhr morgens ist, lacht die Sonne schon ziemlich kräftig vom Himmel, und es verspricht ein schöner Sommertag zu werden. Das merkt man auch schon an den ersten Badegästen, die sich auf der wunderschönen Sonnenwiese hier ausbreiten und ihre Füße in den See halten. Wie sehr freue ich mich schon auf einen Kopfsprung hinein in den See, doch der muss noch ein bisschen auf sich warten und will verdient sein. Jetzt geht es erstmal hinauf auf den Falkenstein. Der Pilgerweg 28 führt zunächst relativ steil einer Forststraße entlang nach oben, und die ersten Schweißperlen stehen schon nach wenigen Minuten auf meiner Stirn. Gut so, ein bisschen was spüren soll man ja auch beim Pilgern. Immer wieder fallen mir die hübschen Informationspunkte auf, auf denen man so allerlei über die Geschichte des Weges, die Pilger, den Heiligen Wolfgang und das heilige Wasser lesen kann. Bei der Abzweigung zum Scheffelblick halte ich kurz inne und werfe einen Blick in meine Wanderkarte. Der direkte Weg zur Einsiedelei und dann weiter zum Falkenstein führt ja eigentlich gerade weiter, doch den wunderbaren Blick, den man von da oben haben soll, möchte ich ja schon gerne einmal erleben. Na dann, wer nichts wagt der nichts gewinnt, und schon befinde ich mich auf dem schmalen, rechts abzweigenden Weg. Über Stock und Stein geht es hier durch dichten Wald, immer wieder blitzt das Blau des Sees durch das Grün der Bäume und meine Vorfreude steigt proportional zu den zurückgelegten Höhenmetern. Nach ca. einer halben Stunde weist ein kleiner Pfeil zu einem schmucken Holzhüttchen am Wegesrand.
Es passiert ja nicht oft, dass ich sprachlos bin, doch der Blick, der sich mir hier eröffnet, der schafft das mit Links. Was für ein spektakuläres Schauspiel der Natur, das muss wohl der schönste Blick der ganzen Welt sein! Gefühlte 30 Minuten genieße ich dieses Panorama, schieße unzählige Bilder und freue mich, an der Weggabelung die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Einige Meter weiter bergauf öffnet sich der Wald und gibt ein kleines Plateau am höchsten Punkt meines ‚Umwegs’ frei. Der Blick von hier ist nicht minder spektakulär, und man kann ihn von gemütlichen Holzliegen aus in sich aufsaugen. Da hat sich wirklich jemand etwas ganz Tolles einfallen lassen. Nach einer kurzen Rast und einigen Schlucken Wasser geht es weiter. Diesmal wieder bergab. Immer wieder liegt der See malerisch unter mir, die weißen Segel der Segelboote komplettieren das idyllische Bild. Die leichte Prise heute tut also nicht nur uns Wanderern gut, sondern sorgt auch für einen herrlichen Segeltag. Am Aberseeblick, übrigens der höchste Punkt der Wanderung (ja, es geht dann noch einmal bergauf), hole ich noch einmal meine Kamera aus der Tasche und schieße Bilder im dreistelligen Bereich. Ja, solche Momente sollte man für immer festhalten. Der Weg zur Kapelle führt dann wieder nach unten durch einen alten Laubwald, immer wieder einmal müssen befestigte Treppen zurückgelegt und leichte Anstiege überwunden werden. Wandern macht hier einfach richtig Spaß.
Ein idyllischeres Plätzchen hätte sich der Heilige Wolfgang ja nicht für seine Einsiedelei aussuchen können. Auf einer sonnigen Lichtung liegt die kleine Kirche direkt an einer aufragenden Felswand, mit der sie eine fast natürliche Einheit eingeht. Im Jahre 976 soll Bischof Wolfgang ins Kloster Mondsee gekommen sein. Durch die Wirren des Krieges zwischen Kaiser Otto II. und Bayernherzog Henrich II., genannt „der Zänker“, war er der Menschen und ihrer Auseinandersetzungen überdrüssig geworden und sehnte sich nach einem Leben als Einsiedler. Dieses fand er hier am Falkenstein, wo er mehrere Jahre lang sehr zurückgezogen in einer kleinen Höhle lebte und sich dem Gebet zuwandte. An dieser Stelle soll heute die kleine Kirche stehen. Freudig nehme ich die letzten Meter hinauf, schreite flotten Schrittes die Treppen empor und stehe im kleinen, sehr hübschen Altarraum. Pilger, die den Weg hier herauf fanden, glaubten, dass der Schlupfstein rechts oberhalb des Altars ein Kraftort sei, der die Gesundheit fördere. Na dann werde ich da wohl auch hindurchkriechen, auch wenn ich mich eigentlich gerade bester Gesundheit erfreue. Aber hilft es nicht, schadet es hoffentlich auch nicht! Am Weg wieder hinunter läute ich noch an der Turmglocke, deren dreimaliges Erklingen Wünschen beim Erfüllt-werden helfen soll.
Die Heilquelle am Falkenstein
In unmittelbarer Nähe zur Kirche befindet sich ein weiteres kleines Häuschen, in dem sich die Heilquelle des Falkensteins befindet. Die Legende besagt, dass der Heilige Wolfgang einen Klosterbruder zum Begleiter hatte, dem das entbehrungsreiche Leben ohne Trinkwasser jedoch viel zu hart war. Also stieß Wolfgang seinen Stab in den Boden und wie durch ein Wunder tat sich an genau dieser Stelle eine Quelle mit frischem Wasser auf. Trotzdem ließ der Mönch den Bischof alleine in der Einsiedelei zurück, die Quelle jedoch gibt es bis zum heutigen Tag und das Wasser ist seit vielen Jahrhunderten dafür bekannt, Heilkräfte zu haben. Besonders für die Augen soll es wahre Wunder bewirken. Ab dem 14. Jahrhundert war der Falkenstein die viertgrößte Wallfahrtsstätte Europas. Bis zu 80.000 Pilger kamen jedes Jahr hierher, füllten das glasklare Wasser in die sogenannten ‚Wolfgangiflascherl’ und nahmen es mit nach Hause, wo sie es als Heilmittel aufbewahrten. Noch heute zeugen, so liest man immer wieder, zahlreiche blaue und weiße Scherben im Boden rund um die Quelle von dieser Tradition.
Im Gottesdienst an Gründonnerstag wird sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche der Einsetzung der Eucharistie bzw. des Abendmahls in besonderer Weise gedacht. Die Messe vom letzten Abendmahl wird sehr feierlich gestaltet und während das Gloria gesungen wird, läuten alle Glocken. Diese verstummen dann bis zum Gloria in der Osternacht.
Schon während oder nach der Messe wird das Allerheiligste zu einem Seitenaltar übertragen. Nach dem Gottesdienst werden als Zeichen der Trauer alle Decken und jeglicher Schmuck vom Altar entfernt.
In vielen katholischen Gemeinden gehört auch der Ritus der Fußwaschung zur Gottesdienstfeier. Nach dem Vorbild Jesu und als Symbol für die tätige Nächstenliebe werden meist zwölf Personen von Priestern, Bischöfen und vom Papst die Füße gewaschen.
In der Chrisammesse (lat. Missa chrismatis) werden traditionell am Vormittag des Gründonnerstags die heiligen Öle (Katechumenenöl für Taufbewerber, Krankenöl und Chrisamöl für Taufe, Firmung, Priesterweihe etc.) geweiht.
Josef Johann MICHELJacopo Robusti TintorettoJesus wäscht den Jüngern die Füße, Johannes 13, 2-5. Holzschnitt aus der Publikation „Die Bibel in Bildern“, Leipzig 1860, von Julius Schnorr von Carolsfeld, Quelle: Dia-handkoloriert, Vorlage: Zeichnung, aus Vortragsreihe: „Das Leben Jesu nach Schnorr“
Im Christentum erinnert der Karmittwoch an den Pakt des Judas, der als heimlicher Spion unter den Jüngern fungierte . Er wird auch Spionagemittwoch oder Karmittwoch (im westlichen Christentum) und Großer und Karmittwoch (im östlichen Christentum) genannt.
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Oder unser Mittwoch in der Karwoche kann ein „Stiller Mittwoch“ sein – an dem wir unsere Herzen beruhigen und uns in die heilige Stille und Schönheit Gottes zurückziehen . An diesem Mittwoch in der Karwoche beschloss Judas, Jesus für 30 Silberlinge zu verraten: Inwiefern verrät das, was wir kaufen, den Wert Christi?
Friedrich Herlin: Die Heilige Maria Magdalena salbt Christus die Füße ein, Öl auf Holz; 1462-65; Außenflügel des St. Georg Altars; Nördlingen, Städtisches MuseumJudas erhält für den Verrat Jesu 30 Silberstücke (Fresko von Lippo Memmi 14. Jh.)
Friedrich Herlin: Die Heilige Maria Magdalena salbt Christus die Füße ein, Öl auf Holz; 1462-65; Außenflügel des St. Georg Altars; Nördlingen, Städtisches MuseumJudas erhält für den Verrat Jesu 30 Silberstücke (Fresko von Lippo Memmi 14. Jh.)
Am Dienstag der Karwoche geschieht in katholischen Kathedralen auf der ganzen Welt etwas ganz Besonderes: Die HEILIGEN ÖLE, die während des Jahres in katholischen Kirchen verwendet werden, werden in einer besonderen Messe, der CHRISTAMESSE, gesegnet . Chrisam ist ein Öl, das bei Taufen, Firmungen und Priesterweihen verwendet wird.
Chrisamöl ist ein wohlriechendes Öl, das bei verschiedenen kirchlichen Handlungen verwendet wird. Es ist eine Mischung aus Olivenöl und Duftstoffen, meist Balsam.
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