Die Heumühle auf der Wieden ist eine ehemalige Wassermühle, die in ihrer heutigen Form auf das 14. Jahrhundert zurück geht. Sie gilt als der älteste Profanbau Wiens. Die Heumühle, ursprünglich Steinmühle genannt, gehörte zur Grundherrschaft des Bürgerspitals. Im Grundbuch des Heiligengeistspitals wurden 1326 zwei Mühlen – die Heiligengeistermühle und die Steinmühle – genannt, für die Zins gezahlt wurde. 1528 und 1529 brannte die Mühle ab. Im Zuge der Wiederaufbauten wurden neue Grindelöffnungen errichtet. Grindel sind die Radwellen der Mühlräder. Jüngste Forschungen ergaben, dass es fünf dieser Grindelöffnungen gegeben hat. Unter Kaiser Ferdinand I. wurde 1533 die Steinmühle dem Bistum Wien übergeben. Im 16. Jahrhundert erfolgten größere Auf – und Umbauten. Damals dürfte der heutige Anbau entstanden sein, der ein Vorhaus mit Küche, eine Kammer, ein „Stübl“ und die Backstube beherbergte. Ab dem 17. Jahrhundert wurde auch der Name Heumühle verwendet. Immer wieder erfolgten größere Veränderungen und Reparaturen. Der Mühlenbetrieb blieb bis 1856 aufrecht. Die Gemeinde Wien erwarb 1856 um 30.000 Gulden das Mühl- und Wasserrecht von der Erzdiözese Wien und ließ den Mühlbach aus gesundheitlichen Gründen zuschütten. Bis weit in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Bau als Lagerstätte. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt Wien stetig, auch rund um die Heumühle. Die historische Heumühle wurde umbaut und liegt heute im Innenhof des Wohnhauses der Schönbrunner Straße 2. Der Erhalt der pitoresken Heumühle in Mitten der großen Häuserfronten der Großstadt verleiht dem Areal einen besonderen Charme. Wie ein märchenhafter Platz inmitten des urbanen Lebens steht die Heumühle als Bau aus einer anderen Zeit. Die Heumühle ist nicht nur über die Grüngasse, sondern auch über einen öffentlichen Durchgang von der Heumühlgasse aus erreichbar.
Im Laufe der Jahrhunderte gab es in Rechnitz insgesamt nicht weniger als zwölf Mühlen.
Da der „Mühlbach“ (Rechnitzbach) nur ein kleines fließendes Gewässer ist und Wasser bis ins 20. Jhdt. die Voraussetzung zum Betrieb einer Mühle war, war man gezwungen, mehrere kleine Mühlen zu bauen. Der Rechnitzbach wurde mehrmals aufgestaut, um den Wasserdruck auf das Mühlrad zu erhöhen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Umstellung auf elektromotorischen Antrieb.
Die einzige noch in Betrieb stehende Mühle ist die Simon Mühle im Faludital, die zu den ältesten Ortsmühlen zählt. Die ehemalige Fleck Mühle wurde 1993 von Johann „Jimmy“ Taschek erworben. Er begann mit der Sanierung des alten Mühlengebäudes, schuf auf dem Gartengrundstück ein Biotop und baute 1999 ein Mühlrad ein. Die Bertok Mühle (auch Stelzer Mühle genannt) befindet sich heute im Besitz von Frau Dr. Daubrawa und wird als Wohngebäude genutzt. Die übrigen noch bestehenden Mühlen (Reiter Mühle, Werderitsch Mühle und Winkler Mühle) sind im Besitz der genannten Familien und dienen als Wohn- bzw. Wirtschaftsgebäude.
Max und Moritz, wehe euch! Jetzt kommt euer letzter Streich!
Wozu müssen auch die beiden Löcher in die Säcke schneiden?
„Seht, da trägt der Bauer Mecke Einen seiner Maltersäcke.”
Seht, da trägt der Bauer Mecke Einen seiner Maltersäcke.
Aber kaum, daß er von hinnen, Fängt das Korn schon an zu rinnen.
Und verwundert steht und spricht er: „Zapperment! Dat Ding werd lichter!“
Hei! Da sieht er voller Freude Max und Moritz im Getreide.
Rabs! – In seinen großen Sack Schaufelt er das Lumpenpack.
Max und Moritz wird es schwüle; Denn nun geht es nach der Mühle.
„Meister Müller, he, heran! Mahl er das, so schnell er kann!“
„Her damit!“ und in den Trichter Schüttelt er die Bösewichter.
Rickeracke! Rickeracke! Geht die Mühle mit Geknacke.
Hier kann man sie noch erblicken Fein geschroten und in Stücken.
Doch sogleich verzehret sie
Meister Müllers Federvieh.
Schluß
Als man dies im Dorf erfuhr, War von Trauer keine Spur. WitweBolte, mild und weich, Sprach: „Sieh da, ich dacht es gleich!“ „Jajaja!“ rief Meister Böck, „Bosheit ist kein Lebenszweck!“
Drauf so sprach Herr Lehrer Lämpel: „Dies ist wieder ein Exempel!“ „Freilich“, meint der Zuckerbäcker, „Warum ist der Mensch so lecker!“ Selbst der gute Onkel Fritze Sprach: „Das kommt von dumme Witze!“
Doch der brave Bauersmann Dachte: „Wat geiht meck dat an!“ Kurz, im ganzen Ort herum Ging ein freudiges Gebrumm „Gott sei Dank! Nun ist“s vorbei Mit der Übeltäterei!!“
In der Steinzeit hatte man in Europa noch mühsam mit einem Mahlstein Getreidekörner klein gerieben. Die ersten Wassermühlen, die es in Mesopotamien schon lange gab, brachten dann die Römer in deutsches Gebiet. Wie viel leichter war es nun, mit Hilfe der Wasserkraft Getreide zu mahlen! Man brauchte dafür ein fließendes Gewässer und ein Wasserrad, das von diesem angetrieben wurde. Das Wasserrad setzte dann zum Beispiel den Mahlstein in Bewegung. Nicht nur Müller nutzten jedoch Wassermühlen, man konnte mit ihnen auch Erz zerkleinern, Schmiedehämmer antreiben oder Holz sägen.
Die Windmühle
Ab dem Mittelalter setzten sich mehr und mehr auch Windmühlen durch. Die konnten auch dort eingesetzt werden, wo es keinen Wasserlauf gab. Vor allem weite Ebenen boten sich dafür an, damit es auch genug Wind gab. Hier versetzt der Wind Flügel in Drehung, was wiederum das Mahlwerk antreibt. Im Heiligen Römischen Reich wurde im 13. Jahrhundert die Bockwindmühle entwickelt. Sie heißt so, weil die Mühle auf einem Dreh-Bock aus Holz steht. Auf diesem Bock konnte das Mühlrad immer in den Wind gedreht werden. So konnte die Windkraft optimal ausgenutzt werden.
Was war der Mühlenzwang?
Im Jahr 1158 erließ Friedrich Barbarossa ein Gesetz zum Mühlenzwang oder Mühlenbann. Es besagte, dass die Bauern ihr Getreide nur zu einem bestimmten Müller bringen durften. So wurde ein Wettbewerb unter den Müllern verhindert und der Grundherr hatte seine Einnahmen. Zuvor gehörten die Mühlen meist der ganzen Dorfgemeinschaft. Dann wurden die Müller Pächter eines Grundherrn und im Umkreis durften auch keine weiteren Mühlen gebaut werden. Nur der Grundherr hatte also das Recht, Mühlen zu bauen und zu betreiben. Er erhielt Pacht vom Müller und auch die Bauern mussten einen Teil ihres gemahlenen Getreides an ihn abgeben.
Im Laufe der Jahrhunderte fand die Mühlentechnik, die sich ursprünglich nur auf das Vermahlen von Getreide bezog, in nahezu allen Bereichen des Handwerks und der frühen Industrie Anwendung. Seit dem Mittelalter sind in Deutschland über 150 unterschiedliche Anwendungsarten der Mühlentechnik nachweisbar.WassermühlenSchon Jahrhunderte, bevor die ersten Windmühlen errichtet wurden, waren Wassermühlen in Betrieb. Die Römer brachten sie einst mit in ihre germanischen Rheinprovinzen. Von hier aus waren es Mönche, die im Zuge ihrer Missionierungsbestrebungen die neue Technik immer weiter nach Osten trugen.
Um 1000 n.Chr. waren Wassermühlen in allen damals besiedelten Gebieten Deutschlands allgemein verbreitet. Unter geschickter Ausnutzung der Geländeverhältnisse wurden ober-, mittel- und unterschlächtige Wasserräder eingesetzt, die die Mahlgänge antrieben.
Während Getreidemühlen in allen Landesteilen betrieben wurden, liegt das Haupteinsatzgebiet der Werkmühlen im wesentlichen in den industriell höher entwickelten süddeutschen Gebieten.
Die Leistungsfähigkeit der Getreidemühlen wurde weitestgehend bestimmt vom Wasserangebot, von der produzierten Getreidemenge der Region und vom Bedarf an Mahlprodukten. Aus diesem Grunde sind in den süddeutschen Ländern an den kleinen Flüssen mit geringem Einzugsgebiet kleinere Bauernmühlen entstanden. In Mittel- und Norddeutschland konnten sich an großen und wasserreichen Flüssen mit einem ausgedehnten Getreide produzierenden Hinterland äußerst leistungsfähige Handwerks- und Industriemühlen entwickeln.
Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß eine gewisse Typologie der Wassermühlen zum einen nach der Art der Wasserzuführung, zum anderen nach ihrer Zweckbestimmung vorgenommen werden kann.WindmühlenDie ersten Windmühlen wurden in Deutschland fast fünfhundert Jahre später errichtet als die ältesten Wassermühlen. Während Wassermühlen an Wasserläufen in allen deutschen Regionen betrieben wurden, blieben Windmühlen auf die Standorte beschränkt, die hinreichend eben und windsicher waren. Diese Bedingungen waren im wesentlichen nördlich einer Linie Aachen – Kassel – Suhl – Dresden gegeben. Südlich dieser Linie gab es nur vereinzelte Windmühlen.
Im Windmühlenbau haben sich im Laufe der Zeit erhebliche Veränderungen vollzogen, weshalb man hinsichtlich der Gebäude durchaus von Mühlentypen sprechen kann. Sind Sie technisch interessiert ? Dann sehen Sie sich hier den Aufbau einer Holländerwindmühle an!
Die ältesten Mühlen sind Bockwindmühlen.
Der Bock, der der Mühle den Namen gibt, stützt den senkrecht stehenden Hausbaum, auf dessen oberem Zapfen über eine mächtige Balkenkonstruktion der gesamte Mühlenkasten drehbar gelagert ist. An dem herausragenden Sterz wird die Mühle in den Wind gedreht.
Gelegentlich wurde der Bock zur Schaffung einer überdachten Lagerfläche ummauert.
Bockwindmühlen wurden auch dort errichtet, wo sie später durch modernere Konstruktionen abgelöst wurden. In größerer Zahl blieben sie nur in Mittel- und Ostdeutschland (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen) erhalten. Ihre Bauweise machte die Bockmühle in idealer Weise für Umsetzungen geeignet. Viele der heute stehenden Mühlen dieser Art standen vorher schon an einem anderen Ort und verrichteten dort ihren Dienst.
Seit dem 16. Jahrhundert wurden nach und nach. in den windreichen Gebieten Norddeutschlands diese Mühlen durch die von holländischen Mühlenbauern konstruierten und deshalb nach ihnen benannten Holländermühlen verdrängt, bei denen der untere Teil gemauert ist, während der obere Teil in der Regel aus einer im Grundriß achteckigen Holzkonstruktion besteht. Diese Mühlen hatten auf einer wesentlich verbreiterten Fundamentfläche eine weitaus größere Standfestigkeit und boten mehr Platz für Waren und technische Ausstattung. Nur noch die Haube mit dem Flügelkreuz mußte in den Wind gedreht werden, was anfänglich mit einer außen angebrachten Balkenkonstruktion (Außen-krühwerk), später mittels Windrose automatisch erfolgte.
Von den verschiedenen Untergruppen der Holländermühlen sollen hier nur die landschaftlich auffälligen Galerieholländer erwähnt werden.
Durch den Einbau eines oder mehrerer Sockelgeschosse wurden die Mühlen höher, und das Flügelkreuz konnte die in größerer Höhe stärker wehenden Winde nutzen. Die Galerie wird zur Bedienung der Flügel erforderlich.
Die Holländermühlen sind in Mitteldeutschland selten, südlich der heutigen Autobahntrasse der A2 sind sie eine Ausnahme.
In Form und Funktion den Holländermühlen nahestehend und deshalb auch im Volksmund als solche bezeichnet, sind die vollkommen massiv errichteten Turmwindmühlen. Über ihre Herkunft ist man sich noch nicht sicher. Eine Ähnlichkeit des im Mittelmeergebiet vorherrschenden Typs ist zumindest offensichtlich. Sie sind zwischen Westfalen und Brandenburg anzutreffen, allerdings mit nach Norden abnehmender Tendenz.
Eine spezielle Nutzungsart der Windkraft erfolgt mit den Koker- oder Wippmühlen. Sie wurden in küstennahen Gebieten Norddeutschlands (Niedersachsen und Schleswig-Holstein) zum Entwässern tiefliegender Wiesen oder Äcker eingesetzt und nach dem sie tragenden köcherartigen Pfahlbündel bzw. nach der im Pumpbetrieb zu beobachtenden wippenden Bewegung benannt.
Ebenfalls zur Entwässerung von Niederungsgebieten dienten die sogenannten Tjasker, höchst einfach konstruierte transportable Windmühlen, bei denen eine auf einer Achse befestigte Archimedisehe Schraube durch ein Flügelkreuz angetrieben wurde.
Der jüngste Mühlentyp sind die Paltrockmühlen. Hier ist der gesamte Mühlenkörper über eine Rollenbahn auf einem ringförmig angelegten Fundament drehbar gelagert. Die Drehung in den Wind erfolgt über die auch schon bei Holländermühlen verwendete Windrose. Paltrockmühlen entstanden gewissermaßen als preiswerter Ersatz für eine moderne Holländermühle, wurden also hauptsächlich dort gebaut, wo die Holländermühle ohnehin nicht dominierend war: im östlichen Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, westlichen Brandenburg und nördlichen Sachsen. Paltrockmühlen wurden hauptsächlich in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts errichtet, in einer Zeit also, da die Windmühlen ihren Zenit schon überschritten hatten.
Allein in England gab es Ende des 11. Jahrhunderts fast 6000 WassermühlenQuelle: picture alliance / akg-images
Neben dem Wind konnte Europa seit jeher auf eine weitere natürliche Energieressource bauen, die in großen Mengen vorhanden war: Wasser. Spätestens im 1. Jahrhundert v. Chr. kamen griechische und römische Techniker auf die Idee, Mühlen nicht mehr von menschlicher oder tierischer Kraft anzutreiben, sondern durch fließendes Wasser. Von dem römischen Architekten Vitruv wurde die Konstruktion dieser Maschinen ziemlich genau überliefert.
Vor allem nördlich der Alpen fanden Roms Ingenieure ideale Bedingungen, denn dort trocknen Flüsse und Bäche im Sommer nicht aus. Hier kamen vertikal stehende Antriebsräder mit ausgeklügelten Getrieben zum Einsatz, während sie am Mittelmeer häufig horizontal gelagert waren und direkt die Mühlsteine antrieben. Bei Arles wurden Reste eines antiken Komplexes ausgegraben, der 16 Mühlräder umfasste, die an einem steilen Hang aufgestellt waren.
Skizze einer klösterlichen Wassermühle (12. Jahrhundert)Quelle: picture alliance / akg-images
Die Mühlentechnik überlebte den Untergang des Römischen Reiches und wurde im Mittelalter geradezu zum Motor der Zivilisation. Im Jahr 1086 zählte das „Domesday Book“ für das Königreich England nicht weniger als 5624 Mühlen in 3080 Gemeinden. Im Hochmittelalter geht die Zahl für ganz Europa zweifellos in die Zehntausende, schreibt der Technikhistoriker Marcus Popplow. Denn der Roggen hatte in weiten Gebieten den Weizen als Grundnahrungsmittel abgelöst. Dieses Nacktgetreide eignet sich aber weniger zur Zubereitung von Brei, sondern trieb die Umstellung auf Brotnahrung voran. Um aus Roggen Brot backen zu können, müssen seine Körner aber zuvor gemahlen werden.
Da die Wassermühlen standortgebunden waren, blieben auch Hand- und Tiermühlen in Gebrauch. Eine Sonderform war die Bootsmühle, bei der sich das Rad zwischen zwei Fahrzeugen drehte. In Köln gab es mehr als 30 dieser Anlagen, die die starke Strömung unter den Rheinbrücken nutzten. Auch in Regensburg und anderen Städten sind derartige Konstruktionen belegt.
Einfach aber effektiv: historisches Mühlrad in der SteiermarkQuelle: picture alliance / Willfried Gre
Gleich in dreifacher Form wurden Mühlen zu Triebfedern des technischen Fortschritts. Zum einen waren oft aufwendige Konstruktionen wie Kanäle, Teiche und Leitungen nötig, um das Wasser auf die Schaufeln zu leiten. Zum Zweiten kamen Tüftler seit dem Hochmittelalter auf die Idee, die Kraft des Wassers durch die Weiterentwicklung von Getrieben auch für andere Arbeiten einzusetzen, etwa zum Schleifen, Sägen, Stampfen oder Pulverisieren von Salpeter, Holzkohle und Schwefel, den Grundbestandteilen des Schwarzpulvers. Auch die Massenherstellung von Papier aus Lumpen wurde durch Mühlen möglich.
Schließlich mussten für derartige Arbeiten immer aufwendigere Maschinenelemente entwickelt werden, die wiederum in den Erfahrungsschatz der Ingenieure eingingen. Denen gelang mit der Konstruktion von Wasserhebeanlagen ein entscheidender Schritt für den Bergbau und damit den Gewinn von Bodenschätzen. Europas Metallreichtum wurde zur Grundlage seines wirtschaftlichen Aufstiegs in der Frühen Neuzeit.
Mit Wasserkraft betriebene Pulvermühle aus dem 16. JahrhundertQuelle: picture alliance / akg-images
Wassermühlen verlangten auch Pflege durch eine ordentliche Verwaltung. Wasserläufe mussten instand gehalten, die Konkurrenz mit Fischern und Bootsleuten ausbalanciert, Standorte koordiniert werden, damit sich die Müller nicht gegenseitig „das Wasser abgruben“. Territorialherren und Städte waren dadurch gefordert und entwickelten ihr Knowhow.
Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, vor allem aber die Brotherstellung, sorgten dafür, dass die Wassermühle (und weniger die Windmühle) bis zur Erfindung der Dampfmaschine zum wichtigsten technischen Hilfsmittel Europas wurde. Zwar hatte man leistungsstarke Mühlen auch im China des Altertums erfunden. Aber dort war man beizeiten auf den ertragreichen Reis als wichtigstes Brotgetreide umgestiegen und verzichtete auf die Weiterentwicklung dieser Technologie
Jahrtausendelang war die Mühle die wichtigste Maschine der Menschheit. Heute sind nur noch wenigen Mühlen erhalten – als romantische Überbleibsel aus der guten alten Zeit.
In den gebirgigen Regionen in Süd- und Mitteldeutschland, etwa im Schwarzwald, waren die an rauschenden Bächen gelegenen Wassermühlen aus dem Landschaftsbild nicht wegzudenken. In den Tiefebenen Norddeutschlands waren Windmühlen die weithin sichtbaren Wahrzeichen der Region.
Wasser- und Windmühlen gehören zu den ältesten und wichtigsten technischen Errungenschaften der Menschheit. Die bahnbrechende Kulturleistung des Menschen besteht darin, Muskelkraft durch natürliche Energien zu ersetzen, nämlich durch Wasserkraft und Windkraft.
Die Mühle, die erste und älteste naturkraftgetriebene Maschine der Welt, hat bereits 1200 Jahre vor Christus in der künstlichen Bewässerung durch Wasserschöpfräder in Mesopotamien ihren Ursprung.
Die ersten europäischen Müller waren die Römer. Der Architekturschriftsteller Vitruv beschreibt 24 vor Christus die erste Wassermühle mit einem Steinmahlgang. Die Römer brachten ihr Mühlenwissen in die Rheinprovinzen mit.
Im Mittelalter waren es dann zunächst Mönche, die das römische Mühlenwissen bewahrten und im Rahmen der klösterlichen Selbstversorgung weiter praktizierten. Die neuzeitlichen Wurzeln der europäischen Mühlen gehen daher auf das Ingenieurwissen der Klosterschulen zurück.
Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert wurde das Mühlenwissen weltweit vertieft und verfeinert. Stand anfangs die Mühle zum Mahlen von Getreide im Vordergrund, wurde ihre Antriebskraft bald für eine Vielzahl technischer Arbeitsleistungen herangezogen.
Mit dem Zeitalter der Industriellen Revolution, besonders der Einführung der Dampfmaschine um 1780, begann die allmähliche Verdrängung der Wasser- und Windmühlen. Im gesamten 19. Jahrhundert und bis in die Nachkriegsepoche des 20. Jahrhunderts hinein blieben Mühlen aber unverzichtbare Kraftmaschinen.
Schließlich verdrängten motorgetriebene, wetterunabhängige Industriemühlen die historischen Mühlen, die schnell in der Produktionskapazität an ihre Grenzen stießen. Die Wind- und Wassermühlen waren nicht länger konkurrenzfähig, das sogenannte Mühlensterben endgültig.
Unter Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde 1957 das Mühlenstillegungsgesetz verabschiedet. Es bewilligte Müllern und Mühlenbesitzern eine staatliche Prämie unter der Auflage, die stillgelegte Mühle 30 Jahre lang nicht mehr zu betreiben.
Viele Mühlen waren jahrhundertelang in Betrieb
Im Zuge der staatlichen Stillegung wurden die meisten Mühlen aufgegeben. Zählte man in Deutschland im Jahr 1875 noch etwa 70.000 Getreidemühlen, gab es 1966 in der Bundesrepublik nur noch etwa 6400.
Dagegen spielten die historischen Getreidemühlen in der damaligen DDR vor der Wiedervereinigung eine ungleich größere Rolle. Sie leisteten mit festgelegten Mahlkontingenten einen Beitrag zur planwirtschaftlichen Ordnung.
Heute erfahren die historischen Mühlen eine neue Blütezeit. Mühlenliebhaber, Mühlenvereine, technisch interessierte Besucher und Touristen erkennen die kulturhistorische Bedeutung der Mühlen. Vielerorts werden Mühlen saniert, wieder in Betrieb genommen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Besonders der deutschlandweite „Tag der offenen Tür der Mühle“, der alljährlich am Pfingstmontag stattfindet, ist zur vielbeachteten Institution geworden.
Die schweren Korn- und Mehlsäcke, die körperlichen Anstrengungen des Müllers, der Mehlstaub, das typische Klappern des Mahlgangs – der Weg vom Korn zum Mehl ist in der Mühle mit allen Sinnen erfahrbar.
Alte Mühlen faszinieren daher auch Menschen, die sich sonst nicht für Technik und Maschinen interessieren. Denn in der Mühle kann man ohne technisches Vorverständnis den Weg der Energie und Kraftübertragung gut mitverfolgen.
Denn so alt die Mühlentechnik auch ist, die Grundzüge des Antriebs sind immer gleich geblieben. Ausgangspunkt ist die senkrechte Bewegung eines Rads, das allein durch die Strömungskraft des Wassers oder des Windes angetrieben wird. Diese Drehbewegung wird durch ein Winkelgetriebe in eine waagrechte Position umgeleitet. Erst durch diese Kraftumlenkung kann der waagrecht gelagerte Mühlstein arbeiten.
Die Grundzüge des Antriebs sind immer gleich geblieben
Erst sehr viel später, im 11. Jahrhundert, wurde die Daumenwelle erfunden, die aus der drehenden Kraft des Mühlrades eine Hin-und-Her-Bewegung ableitete. Diese Bewegung, die für die Betätigung von Sägen und Schmiedehämmern notwendig war, ermöglichte die entscheidende Ausweitung des Repertoires der Mühlenarbeitsleistung.
Jahrhunderte lang war die Mühle in Europa die Universalmaschine, ohne die sprichwörtlich nichts ging. Durch die Antriebskraft der Mühle ließ sich nahezu jedes Werkzeug bedienen, das durch eine Dreh- oder Schlagbewegung angetrieben wurde.
Inzwischen kennt die Mühlenforschung mehr als 160 technische Mühlenanwendungen. Es gibt Bohrmühlen, Schleifmühlen, Dreschmühlen, Hammermühlen, Wasserschöpfmühlen, Papiermühlen, Knochenmühlen, Kreidemühlen, Gipsmühlen, Papiermühlen, Buttermühlen, Ölmühlen, Kräutermühlen und vor allem die Getreidemühle.
Kernstück jeder Getreidemühle ist der Steinmahlgang, das Zusammenspiel der Mühlsteine, die durch die Mahlbewegung das Korn zu Mehl verarbeiten. Dabei dreht sich nur der obere Mühlstein, der durch das Mühlrad oder die Windflügel angetrieben wird. Der obere Mühlstein heißt deswegen auch Läuferstein, er zermalmt das Korn auf dem festsitzenden unteren Mühlstein, dem Bodenstein.
Das Getreide wird durch einen Trichter in den Mahlgang geschüttet – der Mahlgang wird „beschickt“, heißt es in der Müllersprache. Das Getreide fällt vom Trichter durch das Steinauge des Läufersteins zwischen die Mahlflächen und gelangt als Mehl, Grieß und Kleie wieder heraus.
Kleie sind die Spelzen, die nicht verdaulichen Teile des Getreides. Grießkörner sind nur grob gemahlene Getreidekörner, die erneut in den Mahlgang gelangen. Das Mehl selbst wird durch den Mehlbeutel im Mehlkasten, einem feinmaschigen Sieb, von Grieß und Kleie getrennt aufgefangen.
ganz einfach beim Suchen übernommen, obwohl es ja andere historische tolle TRACHTEN-REGIONAL+der EPOCHEN gibt
👍bei Festlichkeiten✔ FOLKLORE-Arten ✔
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Falls meine Recherche richtig ist = ist
KÄRTNEN (CARYNTHIA) seit >9 7 6< als
>HERZOGTUM< (losgelöst von BAYERN) das älteste „LAND“ + Region = auch älter als ÖSTERREICH und wird als „OSTARRICHI“ >996< erstmalig URKUNDLICH erwähnt
🤠 das „DIRNDL“ ist meiner Meinung nach eher für gesellige Anlässe und MODE
Die „TRACHT“ = das „SONNTAGS-Dirndl“ besonders schön, aufwendig bestickt mit sehr teuren Stoffen+Zierde VEREDELT. [Männer =Lederhose+Hosenträger, Gilet mit Verzierungen auf_genäht, gebrannt usw.]
Manche typischen BEKLEIDUNGEN sind dem BERUF(z.B. Schürze,Schleier,Kopftuch) oder Religion angepasst.
So wie die SPRACHE der DIALEKT(SLANG) in den LÄNDERN, Bundesländern, Regionen und sogar TÄLERN unterschiedlich. Leider auch im WANDEL der Zeit wird die Sprache wie auch traditionelle BEKLEIDUNG und Brauchtum, Musik+Tanz mehr oder weniger verändert und (angeblich) angepasst (wie auch Redewendungen und Bezeichnungen NEU erfunden) gebräuchlich wurden.
NIEDERÖSTERREICHOBERÖSTERREICHSTEIERMARKKÄRNTEN ( GAILTAL )TIROLSALZBURGVORARLBERGW I E NBURGENLAND (WINZERTRACHT „SÜD-BGLD)https://www.kobo.com/author/raymondi
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