30. August 1965: Katastrophe von Mattmark: Im Walliser Saastal verschütten zwei Millionen Kubikmeter Eis und Geröll die Barackensiedlung auf der Baustelle des Mattmark-Staudamms. 88 Arbeiter sterben, unter ihnen 56 Italiener und 23 Schweizer. 17 Techniker, Ingenieure und Beamte waren der fahrlässigen Tötung angeklagt worden. Man warf ihnen vor, die Gefahr unterschätzt zu haben. Sie hätten einen Abbruch des Gletschers voraussehen müssen, hiess es in der Anklage. In zwei Prozessen wurden alle Beschuldigten freigesprochen. Den Angehörigen der Opfer wurde die Hälfte der Verfahrenskosten auferlegt. Die Katastrophe hat zu schweren Verstimmungen zwischen Italien und der Schweiz geführt. Das Unglück löste ein riesiges Medienecho und eine beispiellose Solidaritätswelle mit den Familien der Opfer aus.
1902: Geburt von Alois Cargiet
Der in Trun (Graubünden) geborene Schweizer Maler, Zeichner, Kinderbuchautor und Lithograf illustriert den von Selina Chönz verfassten „Schellen-Ursli. Das 1945 publizierte Kinderbuch erreicht eine Auflage von über einer Million und gehört – neben „Heidi“ – zu den populärsten Schweizer Kindergeschichten. Carigiet ist auch Mitbegründer des „Cabarets Cornichon“. Als Grafiker entwirft er das rote Kleeblatt der Landeslotterie sowie das Plakat der Landesausstellung 1939. Er stirbt am 1. August 1985. Das Bild zeigt ihn am 5. November 1977 im Seedamm-Kulturzentrum in Pfäffikon (SZ). Zu seinem 75. Geburtstag signiert er seine Bücher. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)
1943: Geburt von Jean-Claude Killy, französischer Skirennfahrer (dreifacher Olympia-Sieger 1968), Direktor der «Tour de France» von 1994 bis 2000, IOC-Mitglied.
1949: Geburt von Peter Maffay (Pewter Alexander Makkay), deutscher Schlagersänger, Komponist, Gitarrist, Produzent.
1972: Geburt von Cameron Diaz amerikanische Schauspielerin (u. a. «There’s Something About Mary» 1998, «Drei Engel für Charlie» 2000, «Vanilla Sky» 2001).
2003: Tod von Charles Bronson Der amerikanischer Schauspieler zählte in den Siebzigerjahren zu den meist gefeierten Stars. Internationale Bekanntheit erlangte er 1968 im Westernepos «Spiel mir das Lied vom Tod». Einer seiner erfolgreichsten Filme war der Selbstjustiz-Thriller «Ein Mann sieht rot» (1974). (Weitere Filme u. a. «The Magnificent Seven» 1960, «Rivalen unter roter Sonne» 1971, «Kalter Hauch» 1972. Das Bild zeigt ihn am 22. Februar 1974 in La Junta, Kalifornien. Er stirbt an Lungenkomplikationen (Foto: Keystone/AP/Str)
2022: Tod von Gorbatschow
Gorbatschow stirbt im Alter von 91 Jahren «nach langer, schwerer Krankheit» in Moskau. Er war von März 1985 bis August 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und von März 1990 bis Dezember 1991 Staatspräsident der Sowjetunion. Neue Akzente in der sowjetischen Politik setzte er mit Glasnost («Offenheit») und Perestroika («Umbau»). In Abrüstungsverhandlungen mit den USA leitete er das Ende des Kalten Krieges ein. Er erhielt 1990 den Friedensnobelpreis. Im Bild Reagan und Gorbatschow 1985 in Genf. (Foto: Keystone)