F O R T S E T Z U N G von wahren SITUATIONEN

Wie schon im 1. Teil erwähnt, war ich sehr oft als KIND in „Steinhaus am Semmering“ (Steiermark) auf Urlaub. Und wir wohnten in Fremdenzimmer bei einer großen Bauernfamilie „PÖCHER „. Im Winter konnte ich vom Bauerngehöft die Wiese hinunter in Nähe der Eisenbahn-Trasse mit der Rodel fahren. Mords Spass hatte ich mit meiner Grossmutter, wenn wir die ruhige „ALTE SEMMERINGSTRASSE“
( vom dem damaligen Sessellift – Hirschenkogel weg , vorbei ganz nahe beim Tunnel der Bahn ) die steile Strasse mit dem Schlitten schnell hinabbrausten. Jedes Mal bergauf die Strasse keuchend = wurden wir durch die Rodelfahrt belohnt.
Direkt hinter dem Bauerngehöft „PÖCHER“ verläuft die Bundesstrasse. Interessiert konnte ich stundenlang bei den div. ARBEITEN – Maschinen und Arbeitern zusehen. Die Bundestrasse wurde verbreitert und auch eine Kriechspur für die LKWs sehr mühevoll erweitert.
Die riesigen schweren Kolosse der DAMPFWALZEN mussten fast den ganzen Vormittag aufgeheizt werden und konnten nur einige Stunden Einsatz leisten.

Die LENKER der Dampfwalzen hatten mit ihren Armen Schwerstarbeit zu leisten. Ähnlich den BREMSERN der Güterzüge = mit einer KURBEL mussten sie ganz schnell drehen um die vordere WALZE mit Kettenzug zum Lenken zu bringen.
Das WASSER für die Maschinen usw. erlaubte unser Landwirt vom fließenden Brunnen (Holztrog) zu nehmen. Die TEERWAGEN stanken fürchterlich und man sah die Flammen lodern.
Der Tank (Heizkessel): Das Bindemittel musste heiß transportiert und gespritzt werden, um flüssig zu bleiben. Die Tanks waren isoliert und mit einer Öl- oder Propangasheizung (oft Holz- oder Kohlefeuerung bei älteren Modellen) ausgestattet.

In den Jahren 1950 bis 1963 erlebte der Straßenbau in Deutschland und Österreich durch das Wirtschaftswunder und die rapide zunehmende Motorisierung einen extremen Bauboom, bei dem sowohl Teer als auch Bitumen parallel und oft als Mischung eingesetzt wurden. Die Begriffe wurden damals gesetzlich unter dem Oberbegriff „bituminöse Stoffe“ zusammengefasst, weshalb sich das Wort „Teeren“ bis heute fälschlicherweise im Sprachgebrauch für das Asphaltieren gehalten hat.
Der historische Unterschied im Zeitraum 1950–1963
- Teer (Steinkohlenteer): Wurde als Nebenprodukt bei der Koksgewinnung aus Steinkohle gewonnen. In den 1950er Jahren war Teer billig und im Inland reichlich verfügbar. Er wurde massenhaft verwendet, um Sand- und Schotterböden schnell zu binden und staubfrei zu machen.
- Bitumen: Entsteht bei der Erdölraffination. Ab Mitte der 1950er Jahre drängte das ausländische Erdöl massiv auf den europäischen Markt. Dadurch gewann Bitumen zunehmend an Bedeutung, da es temperaturstabiler und elastischer als reiner Teer war.
- Teer-Bitumen-Gemische: Um die positiven Eigenschaften beider Stoffe zu kombinieren (die gute Haftung von Teer und die Alterungsbeständigkeit von Bitumen), wurden in diesem Zeitraum sehr häufig Mischbinder (wie „Teerbitumen“ oder „Bitumenteer“) für die Tragschichten und Oberflächen eingesetzt.
Die heutige Relevanz: Altlasten und Sanierung
Straßenabschnitte, die im Zeitraum von 1950 bis 1963 gebaut oder saniert wurden, stellen heute bei Straßenarbeiten ein erhebliches Entsorgungs- und Gesundheitsrisiko dar:
- Hohe Schadstoffbelastung (PAK): Der damals verbaute Steinkohlenteer enthält extrem hohe Konzentrationen an Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und Phenolen. Diese Stoffe sind stark krebserregend.
- Strikte Verbote: Aufgrund der Gesundheitsgefahren wurde der Einsatz von Teer im Straßenbau in Westdeutschland 1984 (in den neuen Bundesländern 1990) und in Österreich vor rund 40 Jahren komplett verboten. Seither wird ausschließlich schadstoffarmes Bitumen als Bindemittel für Asphalt verwendet.
- Umgang mit „Teer-Asphalt“: Wird bei heutigen Sanierungen eine Straßenschicht aus den 1950er/1960er Jahren aufgefräst, muss das Material vorab beprobt werden (meist per PAK-Markierungsspray oder UV-Licht). Überschreitet der Belag die Grenzwerte, darf er nicht wiederverwertet werden, sondern muss aufwendig als gefährlicher Abfall deponiert oder thermisch gereinigt werden.
Auch die BAGGER + CATERPILLAR machten einen mords Lärm und quietschten.

In den Jahren 1950 bis 1963 erlebte der Straßenbau durch den Einsatz von Motorgradern (auch bekannt als Erdhobel oder Straßenhobel) eine tiefgreifende Mechanisierung. Diese Ära markiert den Übergang von rein mechanischen, oft noch von Traktoren oder Kettenfahrzeugen gezogenen Planiergeräten hin zu selbstfahrenden Drei-Achs-Maschinen mit dieselelektrischen oder rein dieselmechanischen Antrieben. Deutsche und internationale Hersteller wie die Frisch KG (z. B. mit dem Typ 50D), O&K (Orenstein & Koppel), Faun sowie Caterpillar (mit der legendären No. 12-Serie) prägten in diesem Zeitraum den Wiederaufbau und den massiven Ausbau des europäischen Straßen- und Autobahnnetzes.
Technische Merkmale & Entwicklung (1950 – 1963)
- Antrieb und Konstruktion: Die Grader dieser Epoche etablierten das bis heute bewährte Drei-Achs-Prinzip. Der luft- oder wassergekühlte Dieselmotor sowie die Kabine saßen über der hinteren Tandem-Antriebsachse, um maximales Gewicht und Traktion auf die Schar (das zentrale Räumschild) zu bringen.
- Mechanische Steuerung statt Hydraulik: Bis weit in die 1950er-Jahre hinein erfolgte die Verstellung des 3 bis 5 Meter langen Mittelschildes fast ausschließlich über stife mechanische Hebel, Zahnräder und Gelenkwellen. Ein Bediener musste oft bis zu 15 Hebel gleichzeitig kontrollieren. Erst gegen Ende dieses Zeitraums (frühe 1960er-Jahre) setzte sich die komfortablere hydraulische Steuerung flächendeckend durch.
- Arbeitsbedingungen: Der Arbeitsplatz des Graderfahrers war zu dieser Zeit extrem fordernd. Die Maschinen besaßen meist keine geschlossenen Kabinen, keinen Überrollschutz und keine Servolenkung. Die Fahrer waren ungeschützt Staub, ohrenbetäubendem Motorenlärm (oft über 105 dB) und massiven Vibrationen ausgesetzt.
Typische Einsatzbereiche im Straßenbau
Während dieser Phase des Wirtschaftswunders wurden Grader für folgende Kernaufgaben eingesetzt:
- Grob- und Feinhobeln: Das präzise Verteilen und Einebnen von Schüttgütern, Kies- und Sandschichten als Tragschicht vor der Asphaltierung.
- Böschungs- und Grabenbau: Durch die Möglichkeit, das Schild seitlich weit über die Spurbreite hinaus auszufahren und anzustellen (Slope-Board), wurden Entwässerungsgräben und Straßenböschungen profiliert.
- Wegeinstandhaltung: Das Beseitigen von Spurrillen und das Erstellen eines exakten Dachprofils auf unbefestigten Straßen.
Ich erinnere mich mit Schrecken, daß Abends ein „Einheimischer“ die frisch geteerte Bundesstrasse mit seinem STEYR-Motorradl überquerte – stecken blieb und dadurch vom Krad fiel. Das Motorrad sowie sein Gewand und Hut voll warmen klebrigen Teer. Ich glaube beim Sturz hat er sich die Hände auch verbrannt ….(zumindest hörte ich einen Aufschrei)
Die Semmering-Passstraße (B 17) wurde zwischen 1956 und 1958 umfassend neu trassiert und modernisiert, um sie an das stark steigende Verkehrsaufkommen der Nachkriegszeit anzupassen.
Wichtigste Meilensteine und Neuerungen 1958
- Abschluss der Neutrassierung: Im Jahr 1958 wurden die großflächigen Umbauarbeiten an der Passstraße fertiggestellt. Die historische Route über den Semmering-Pass war bis zum Bau der Autobahnen die wichtigste Fernverkehrsstraße von Wien in den Süden Österreichs (Triester Straße).
- Erste Kriechspuren: Um den zähflüssigen Verkehr durch schwere Lastwagenzüge zu entlasten, wurde die rund 10 Kilometer lange Passstrecke stark verbreitert. Bergauf wurde eine dritte Fahrspur („Kriechspur“) errichtet – ein Novum für die damalige Zeit.
- Entschärfung der Kehren: Die engen Serpentinen auf der steirischen und niederösterreichischen Seite wurden wesentlich breiter asphaltiert und mit flacheren Kurvenradien angelegt.
Heutiger Zustand der ehemaligen B 17
Mit dem späteren Bau der Semmering-Schnellstraße (S 6) verlor die alte Bundesstraße ihre Bedeutung für den Durchgangsverkehr. Im Zuge der Bundesstraßen-Übertragung im Jahr 2002 wurde der Abschnitt aufgeteilt:
- Steirische Seite: Die ehemalige B 17 verläuft von der Passhöhe hinab über Spital am Semmering nach Mürzzuschlag. Sie heißt heute L 118 (Semmering Begleitstraße).
- Niederösterreichische Seite: Der Abschnitt hinab nach Gloggnitz wird heute als L 4168 geführt
Als die Strassen-Verbreiterung B17 fertiggestellt war, brachte sie für den Verkehr viele Vorteile = jedoch auch große Gefahr !!!! Die LENKER fuhren bergab viel zu schnell ….. es wurde riskant überholt ….

Ich war gerade wieder im Freien – jedoch nicht zu nahe an der Strasse.
Urplötzlich ein Quietschen, und als ich mich umdrehte ___ rutschte ein PKW über das Bankett, überschlug sich mit einem dumpfen Knall und blieb mit abgestorbenen Motorgeräusch auf der Wiese liegen. Als ich zum Auto lief, bemerkte ich einen Herrn – welcher im Schockzustand war Einige Metalldosen lagen zerstreut im Gras. Ich rief dem Herrn zu: „Ich hole Hilfe – ich renne !“

Ich hatte noch nie – vorher so eine Wagentype in Wien gesehen.
Ich kann mich nicht erinnern – WER aller kam ? Höchstwahrscheinlich die FEUERWEHR und vermutlich ein ARZT und wahrscheinlich auch das ROTE KREUZ.
Zumindest alle Personen der Familie PÖCHER – aber ich durfte nicht mehr in die Nähe.
Kann mich doch erinnern, daß der Lenker angab = er sei auf den Weg nach Kärnten ( geschäftlich). Er ist der PFERDEFLEISCHHAUERMEISTER aus Wien “ S C H U L L E R “ ….. mein Auto ist plötzlich ausgebrochen und er war zu schnell wegen Bremsen. Er ist froh, daß nicht mehr passiert ist, schließlich hat er ein teures Auto _ mit einem dicken Blech – wie ein Panzer …. Marke > BMW <
Ich erinnere mich noch, daß ich vom verunglückten Herrn SCHULLER ein Geschenk bekam ( auch die Familie PÖCHER ) …..
SALAMI-Stangen, Ziegel Pferde-Leberkäse und einige DOSEN mit Pferdefleisch ( ? Gulasch ? )

Was die Blaulicht- Männer machten – ev. der ARZT und was mit dem BMW geschah – null Erinnerung.
Ich vermute – daß Herr SCHULLER mit seinem Wagen sogar die Weiterfahrt selbst schaffte ????
Ich vermute, daß es wegen dem seinerzeitigen HINTERRADANTRIEB oder vielleicht einer Ölspur von den LKW’s zum Unfall kam.
In lieben Gedenken und Beileid ……. irgend wann ( vielleicht sogar nach dem Bundesheer ? ) teilte mir meine Mutter mit, daß die schon alte + langsame > Pöcher MUTTER < (Altbäuerin = Großmutter) beim Überqueren der breiten Bundesstrasse von einem Auto tödlich erfasst wurde.


8 0 0 Jahr FEIER ○ S P I T A L am Semmering ○
Anläßlich dieser FESTVERANSTALTUNG ( ich glaube 3 Tage lang ….. in jeder, der Nachbar – Gemeinden spielten die Trachten-Kapellen, Bergleute – Kapellen im Mürztal ) ….. ich zog von Einer zur Anderen. Vermutlich waren die Shuttle-Busse gratis / oder falls es ein TICKET gab = im Preis inbegriffen.

Vermutlich von der Passhöhe SEMMERING bewegte sich langsam der FESTZUG. In der typischen Kleidung der jeweiligen ZEIT + des Standes, sowie dazu passend Geräte, Werkzeug und auch Wagen kamen z.B.: Ritter, Minnesänger, Räuber, Bergleute, Landsknechte, Klosterschwestern, Mönche, Ärzte, Bauern mit Knechte + Mägde, Haustiere, Müller, Schmied, Bäcker, Hausierer, Fuhrwerker, Soldaten, Jäger, Hirten, diverse andere alte Berufe ( Schuster, Häferl-Jud ….) Vogelhändler, Herolde, Schmuggler, HÄNDLER usw.
Und ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort ✔

Bei der 800-Jahr-Feier von Spital am Semmering handelt es sich um ein historisches Fest, das bereits im Jahr 1959 begangen wurde. Da die Gemeinde im Jahr 1160 vom steirischen Markgrafen Ottokar III. gegründet wurde, feierte der Ort sein 850-jährige Bestehen bereits im Jahr 2010.
Falls Sie historische Aufzeichnungen oder Bildmaterial zu diesem Ereignis suchen, gibt es dazu folgende Details:
- Historischer Rückblick: Die 800-Jahr-Feier im Jahr 1959 fiel zeitlich mit dem Gedenken zum 100. Todestag von Erzherzog Johann zusammen, weshalb damals ein großer historischer Festumzug durch den Ort organisiert wurde.
- Filmaufnahmen: Von den damaligen Feierlichkeiten existiert ein historischer Kurzfilm („Spital wie es früher war“), der gelegentlich bei Kultur- und Seniorenabenden in der Gemeinde im Pfarrhof gezeigt wird.
- Gemeindechronik: Anlässlich des darauffolgenden großen Jubiläums (850 Jahre im Jahr 2010) wurde die offizielle Gemeindechronik von Spital am Semmering durch den Historiker Bernhard A. Reismann umfassend aktualisiert und neu aufgelegt
Gerade wo ich am Straßenrand mit der Familie PÖCHER und deren anderen Feriengästen stand -hielt die POSTKUTSCHE an. Winken und Jubelschreie. In der Kutsche saß ein nobles Pärchen. Da Leute neben mir tuschelten = das ist ein sehr reicher Herr ,,,, sogar ER mit Gattin nehmen am Festzug teil …. deswegen die Postkutsche ….. die ist sicher sein Eigentum …. ein ☆Edelmann☆ vielleicht ein Herr BARON, GRAF ?
Dieser noble HERR winkt mir zu = ich soll n ä h e r kommen
Ich ging aber nicht zu der Postkutsche sondern zu den PFERDEN und beginne die „unruhigen“ Rösser ( wegen des STOPS des Festzuges ) anzusprechen und zu streicheln.
Der noble Herr ruft zu den KUTSCHERN hinauf: „Warum sind unsere PFERDE auf einmal so ruhig ?“
Ein KUTSCHER hüpft höflich herab und antwortet:
“ EDLER HERR von F U G G E R “ der KNABE kann mit den PFERDEN sehr gut umgehen- sie mögen IHN ! Erstaunlich!!! „
Da fordert mich der EDLE HERR FUGGER nochmals freundlich auf = nun zu IHM zu kommen.
Die LEUTE neben mir flüstern mir zu : “ Du must sehr höflich zu der DAME und dem HERRN in der KUTSCHE sein ! “
Und verbeugen sich ! ( wie vor/bei den ROYALS ).
Ich gehe zu der Kutschentüre und verbeuge mich auch.
Der Edelmann fragt mich – nach mein Namen usw.
Bei jeder ANTWORT spreche ich diesen Herrn mit
EDLER HERR von F U G G E R an.
Plötzlich drängt sich eine ? PERSON bei mir vorbei und ruft dem noblen Pärchen in der Kutsche zu :
“ d e r B U B k a n n w u n d e r s c h ön s i n g e n ! „
Die DAME ( ? Gräfin ? ) sichtlich erfreut:
„N a w u n d e r b a r, d a n n S I N G E u n s d o c h e i n L I E D !“
Es werden mehrere Lieder !
Sehr angenehm überrascht und erfreut fragt der ☆EDLE HERR von FUGGER ☆
“ Möchtest D U von mir ein GOLDSTÜCK ___ oder willst
D U lieber zu uns in die KUTSCHE einsteigen und mitfahren ?“
I C H _ wie aus der Pistole geschossen : “ Bitte EDLER HERR von FUGGER – wenn sie es mir erlauben = möchte ich so gerne mit der KUTSCHE fahren !“
Da lachten beide > von FUGGER “ ….. “ dann komm zu uns“
Mit einem KNICKS in der Kutsche zuerst _ setzte ich mich .
Ich hatte wirklich Glück – immer wieder hielt der Festzug inne = und so war meine Kutschenfahrt länger wie erhofft.
Als ich dann in >SPITAL am Semmering< verabschiedet wurde – überraschte mich der nette
EDLER HERR von FUGGER ( ? BARON ? )
„DU bekommst von uns trotzdem auch noch diese GOLDMÜNZE !“

https://de.wikipedia.org/wiki/Fugger
Bitte bei INTERESSE – lesen SIE auch
den 1.TEIL E R I N N E R U N G E N ( KIND + YOUNGSTER )
