


Die Käsekrainer ist eine echte österreichische Wurstspezialität und der unangefochtene Kult-Klassiker an jedem österreichischen Würstelstand. Es handelt sich dabei um eine leicht geräucherte Brühwurst aus grobem Schweine- und Rindfleisch, die einen Käseanteil von 10 bis 20 Prozent (traditionell würziger Emmentaler) enthält.
💡 Das Wiener „Käsefußerl“ und die Zubereitung
Das absolute Highlight bei der perfekten Zubereitung in der Pfanne oder auf dem Grill ist das sogenannte „Käsefußerl“. Damit dieses gelingt, beachten Sie folgende Schritte:
Stupfen: Die Wurst vor oder während des Bratens mit einer Gabel oder einem Wurst-Stupfer rundherum leicht anstechen.Käsekruste: Durch die kleinen Löcher tritt beim langsamen Braten etwas Käse aus.Bräunen: Dieser Käse verläuft auf der heißen Platte und wird zu einer herrlich knusprigen, goldbraunen Kruste.Alternativ Kochen: In Westösterreich wird sie auch gerne sanft in ca. 75–90 °C heißem (nicht kochendem!) Wasser für 10 Minuten gezogen.
🌭 Servierarten am Würstelstand
A Eitrige mit an Buckel: So lautet der legendäre Wiener Schmäh-Ausdruck, wenn man eine Käsekrainer mit einem Anschnitt (Scherzel) vom Brot bestellt.
Klassisch: In Stücke geschnitten, serviert auf einem Pappteller mit scharfem oder süßem Senf, Ketchup und frisch geriebenem Kren (Meerrettich).
Käsekrainer-Hotdog: Die Wurst wird im Ganzen in ein ausgehöhltes Stück Weißbrot (Baguette) gesteckt und mit Sauce serviert.
📜 Herkunft und Geschichte
Die Wurst wurde in den 1970er-Jahren in Österreich erfunden (Sowohl die Fleischhauerei Messner in der Steiermark als auch Radatz in Wien beanspruchen Teile der Erfolgsgeschichte für sich). Sie basiert auf der traditionellen slowenischen Krainer Wurst (Kranjska Klobasa). Nach einem kulinarischen Namensstreit mit Slowenien im Jahr 2012 wurde vereinbart, dass die österreichische Käsekrainer ihren Namen unverändert behalten darf.
